Wie alles begann – vom Kinderspaß zum neuen Hobby
Warum ich mit dem Sondeln anfangen möchte
Der Gedanke, mit einem Metalldetektor loszuziehen, begleitet mich schon ziemlich lange.
Vor einigen Jahren hatte ich mir einmal einen Metalldetektor von einem Freund ausgeliehen und bin damit gemeinsam mit meinen Kindern losgezogen. Es ging damals überhaupt nicht darum, irgendwelche wertvollen Schätze zu finden. Wir wollten einfach ausprobieren, was sich irgendwo unter unseren Füßen versteckt.
Und genau das hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Dieses Gefühl ist mir im Gedächtnis geblieben: Man läuft draußen durch die Natur, hört plötzlich ein Signal und weiß im ersten Moment überhaupt nicht, was sich dort befindet. Vielleicht nur ein Stück alter Draht. Vielleicht eine Münze. Vielleicht ein Schlüssel. Vielleicht aber auch etwas, das jemand vor Jahren verloren hat und längst abgeschrieben hatte.
Diese Mischung aus Technik, Bewegung, Natur und Überraschung hat mich schon damals fasziniert.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt
Heute passt dieses Hobby eigentlich noch viel besser zu meinem Leben.
Ich verbringe ohnehin sehr viel Zeit draußen und lebe auf einem Campingplatz. Rhein, Mosel, Lahn, kleine Bachläufe, Wälder, Wanderwege und der Westerwald liegen praktisch vor meiner Haustür.
Statt meine Freizeit nur auf dem Campingplatz oder vor einem Bildschirm zu verbringen, möchte ich wieder mehr raus.
Mit einem Metalldetektor habe ich dabei nicht einfach irgendein Spielzeug in der Hand. Ich habe einen Grund, mich zu bewegen, neue Orte kennenzulernen und Landschaften plötzlich mit ganz anderen Augen zu betrachten.
Ein Ufer ist dann nicht mehr einfach nur ein Ufer.
Man beginnt sich zu fragen:
- Wo lagen im Sommer die Handtücher?
- Wo gehen die Menschen ins Wasser?
- Wo wurde gefeiert?
- Wo sitzen Angler?
- Wo spielen Kinder?
- Wo werden Rucksäcke und Jacken abgelegt?
- Wo könnte jemand beim Schwimmen einen Ring verloren haben?
Und ein Bach wird plötzlich auch aus einer ganz anderen Perspektive interessant: Welche Gesteine liegen dort? Was wurde mit dem Wasser transportiert? Gibt es Schwermineralien? Könnte sich irgendwo sogar etwas natürliches Gold befinden?
Genau diese Mischung gefällt mir.
Was ich eigentlich finden möchte
Mir geht es dabei ausdrücklich nicht darum, gezielt nach archäologischen Schätzen zu suchen.
Mich interessiert vor allem die moderne Verlustsuche.
Ringe, Ketten, Armbänder, Uhren, Münzen, Schlüssel oder andere Dinge, die Menschen an Badestellen, auf Campingplätzen, Festivalwiesen, Wanderwegen oder an Flussufern verloren haben.
Besonders spannend finde ich natürlich Edelmetalle.
Gold und Silber haben etwas Faszinierendes – völlig unabhängig vom materiellen Wert.
Und wenn es irgendwann gelingt, einen verlorenen Ring zu finden und vielleicht sogar seinem Besitzer zurückzugeben, dürfte das mindestens genauso interessant sein wie ein Fund, den man selbst behalten kann.
Daneben möchte ich mich auch mit dem Thema natürliches Gold beschäftigen.
Goldwaschen in geeigneten Bach- und Flussablagerungen ist allerdings eine eigene Disziplin. Der Metalldetektor wird deshalb nur ein Teil meines neuen Hobbys sein.
Die erste wichtige Entscheidung: Was darf der Einstieg kosten?
Natürlich kann man bei Metalldetektoren sehr viel Geld ausgeben.
Geräte der oberen Klassen kosten schnell 800, 1.000 oder deutlich über 1.000 Euro.
Das wollte ich für den Einstieg bewusst nicht.
Ich habe mir deshalb selbst ein klares Limit gesetzt:
450 Euro für den Metalldetektor.
Die Frage war anschließend:
- Bekomme ich dafür nur ein typisches Anfängergerät, das ich nach einem Jahr wieder ersetzen möchte?
- Oder gibt es bereits Technik, mit der ich ernsthaft in dieses Hobby einsteigen und trotzdem noch lange arbeiten kann?
Also begann die Recherche.
Und weil ich beruflich ohnehin sehr viel mit künstlicher Intelligenz arbeite, habe ich auch diese Entscheidung gemeinsam mit KI analysiert.
Dabei habe ich zwei Systeme gegeneinander arbeiten lassen:
und
Beide sollten recherchieren, vergleichen und meine Anforderungen berücksichtigen.
Am Ende blieben zwei Geräte übrig
Nach zahlreichen Vergleichen kristallisierten sich zwei Modelle heraus:
und
Interessanterweise liegen beide nicht nur preislich sehr nahe beieinander.
Auch technisch bewegen sie sich in einer Klasse, die ich für besonders spannend halte.
Für mich bilden diese Geräte genau den Übergang zwischen einem klassischen Einsteigergerät und ernsthafter, deutlich professionellerer Detektortechnik.
Beide arbeiten mit moderner simultaner Multifrequenztechnik.
Beide sind für unterschiedliche Böden und Suchbedingungen ausgelegt.
Beide können auch an Stränden und im Wasser eingesetzt werden.
Und beide bieten bereits Funktionen, für die man vor einigen Jahren erheblich mehr Geld hätte ausgeben müssen.
Damit war für mich klar:
Mehr brauche ich für meinen Einstieg zunächst nicht.
Aber weniger wollte ich ebenfalls nicht kaufen.
Minelab gegen Nokta
Der Minelab VANQUISH 560 hat mich dabei durchaus beeindruckt.
Minelab gehört seit Jahrzehnten zu den großen Namen der Branche und die Multi-IQ-Technologie hat einen ausgezeichneten Ruf.
Der VANQUISH ist außerdem sehr stark darauf ausgelegt, dass man das Gerät einschaltet und schnell vernünftige Ergebnisse bekommt.
Das ist attraktiv.
Der Nokta DOUBLE SCORE geht einen etwas anderen Weg.
Er bietet mir zusätzlich mehr Möglichkeiten, selbst Einfluss auf das Verhalten des Detektors zu nehmen.
Ich kann mich intensiver mit Bodenabgleich, Reaktionsgeschwindigkeit, Eisenfilterung und unterschiedlichen Einstellungen beschäftigen.
Und genau das war am Ende der Punkt, der für mich den Ausschlag gegeben hat.
Meine Entscheidung: Nokta DOUBLE SCORE
Ich habe mich deshalb für den
Nokta DOUBLE SCORE
entschieden.
Nicht weil der Minelab VANQUISH 560 ein schlechteres Gerät wäre.
Ganz im Gegenteil.
Nach meiner Recherche liegen beide Geräte für meinen Einsatzzweck sehr dicht beieinander.
Beim DOUBLE SCORE gefällt mir aber die Möglichkeit, mich intensiver mit der Technik auseinanderzusetzen.
Ich möchte nicht nur einschalten und suchen.
Ich möchte verstehen, warum ein bestimmtes Signal entsteht.
Ich möchte ausprobieren, wie sich unterschiedliche Einstellungen auf demselben Boden auswirken.
Ich möchte herausfinden, welche Target-IDs sich später tatsächlich als Gold, Silber, Münze, Alufolie oder Schrott herausstellen.
Und weil ich sowieso vorhabe, meine Trips und Funde digital zu dokumentieren, passt ein Gerät mit etwas mehr Einstellmöglichkeiten sehr gut zu meinem Projekt.
Der DOUBLE SCORE soll deshalb nicht nur mein Metalldetektor werden.
Er wird gleichzeitig mein erstes Testgerät.
Genau daraus ist die Idee für diese Website entstanden
Während meiner Recherche wurde mir irgendwann klar:
Warum dokumentiere ich das eigentlich nicht?
Nicht nur die schönen Funde.
Sondern den gesamten Weg.
Von der Auswahl des Detektors über meine ersten Versuche bis hin zu den späteren Touren.
Ich möchte zeigen:
- wo ich unterwegs bin,
- welche Suchbedingungen dort herrschen,
- welche Einstellungen ich verwende,
- welche Signale der Detektor liefert,
- was sich anschließend tatsächlich im Boden befindet,
- und natürlich auch, wenn ein vierstündiger Ausflug hauptsächlich Kronkorken, Alufolie und rostigen Schrott hervorbringt.
Denn genau das gehört ebenfalls dazu.
Technik trifft Natur
Vielleicht ist genau das der Teil, der mich an diesem Hobby besonders reizt.
Auf der einen Seite moderne Elektronik, Multifrequenz-Signalverarbeitung, GPS, digitale Karten, GIS und vielleicht irgendwann KI-gestützte Fundbestimmung.
Auf der anderen Seite:
- Wasser.
- Wald.
- Erde.
- Steine.
- Flüsse.
- Bäche.
Und mehrere Stunden draußen unterwegs sein.
Diese Kombination passt zu mir.
Rhein, Mosel, Lahn und Westerwald werden mein Revier
Mein Schwerpunkt wird zunächst in meiner Heimatregion liegen.
Ich möchte unter anderem unterwegs sein an:
- Rhein und Mosel
- der Lahn
- Bachläufen im Westerwald
- Badestellen und Uferbereichen
- Campingplätzen
- Festival- und Veranstaltungsflächen
- Wander- und Waldwegen
- Freizeitwiesen
- Gärten und privaten Grundstücken
- gelegentlich auch auf landwirtschaftlichen Flächen
Später möchte ich zusätzlich geeignete Gebiete für die Goldsuche untersuchen.
Dabei soll die Karte auf dieser Website mitwachsen.
Aus einzelnen Punkten werden Trips.
Aus Trips werden Erfahrungen.
Aus Erfahrungen entstehen Daten.
Und vielleicht lässt sich irgendwann sogar erkennen, welche Art von Gelände tatsächlich besonders erfolgversprechend ist.
Und ich möchte das nicht dauerhaft alleine machen
Ein weiterer Grund für diese Website ist die Community.
Ich würde gerne andere Menschen aus dem Raum Koblenz, Westerwald, Eifel, Rhein, Mosel und Lahn kennenlernen, die sich ebenfalls für Metal Detecting, Goldsuche, Geologie oder einfach für außergewöhnliche Outdoor-Hobbys interessieren.
Dabei geht es mir nicht um Konkurrenz und auch nicht darum, geheime Schatzkarten auszutauschen.
Mich interessieren Menschen, die Spaß daran haben, gemeinsam draußen unterwegs zu sein, Technik auszuprobieren, Erfahrungen auszutauschen und vielleicht gelegentlich zusammen einen ganzen Tag auf Tour zu gehen.
Auch Anfänger sind ausdrücklich willkommen.
Ich bin schließlich selbst einer.
Das Experiment beginnt
Ich weiß heute noch nicht, was ich finden werde.
Vielleicht irgendwann einen Goldring.
Vielleicht eine Uhr.
Vielleicht ein paar Euro.
Vielleicht mein erstes winziges Flitterchen Waschgold.
Und wahrscheinlich jede Menge Kronkorken, Alufolie und anderen Müll.
Aber genau deshalb beginne ich dieses Projekt.
Nicht weil ich glaube, in wenigen Wochen reich zu werden.
Sondern weil draußen irgendwo immer dieses nächste Signal wartet.
Und solange ich nicht nachsehe, weiß ich nicht, was darunter liegt.
Willkommen bei odpc.de/sonde
Das Abenteuer beginnt.
Sondeln, Goldsuche & professionelle Metallortung rund um Koblenz
Metal Detecting • Gold Prospecting • Fund- und Verlustsuche
Mit odpc.de/sonde verbinde ich mein neues Outdoor-Hobby mit meiner technischen Erfahrung: Metalldetektion, Goldsuche, digitale Kartenanalyse, GPS/GIS und KI-gestützte Recherche.
Mein Schwerpunkt liegt im Raum Koblenz, Rhein, Mosel, Lahn, Maifeld, Eifel und Westerwald. Privat bin ich mit dem Metalldetektor auf der Suche nach verlorenem Schmuck, Münzen, Edelmetallen und anderen interessanten Metallobjekten sowie auf geeigneten Touren auch auf den Spuren von natürlichem Gold.
Metallortung und Verlustsuche auf Privatgrundstücken
Ich unterstütze auch Hauseigentümer, Grundstücksbesitzer, Camper, Landwirte und Privatpersonen, die auf ihrem eigenen Gelände etwas suchen oder mehr darüber erfahren möchten, was sich im Boden befindet.
Typische Einsätze können beispielsweise sein:
- verlorene Ringe, Ketten, Uhren, Schlüssel oder andere Wertgegenstände
- Suche nach metallischen Gegenständen in Gärten, Wiesen und Grundstücken
- Suche auf Campingplätzen, Freizeitflächen und Veranstaltungsflächen
- Auffinden verloren gegangener Metallteile
- orientierende Metallortung vor kleineren Arbeiten auf Privatgrundstücken
- gemeinsame Suche nach versteckten oder lange vermissten Gegenständen
Die Suche kann nach Absprache stundenweise vor Ort durchgeführt werden.
Wichtig: Meine Metallortung ersetzt keine professionelle Kampfmittelsondierung, Kampfmittelfreigabe oder Leitungsauskunft. Verdächtige Gegenstände werden nicht bewegt oder freigelegt, sondern entsprechend den gesetzlichen Vorgaben behandelt.
Technik, Karten und künstliche Intelligenz
Ich möchte Metal Detecting nicht nur als Schatzsuche betreiben.
Vor einem Suchgang können unterschiedliche Informationsquellen miteinander kombiniert werden:
Mit QGIS, digitalen Karten und KI lassen sich Informationen miteinander vergleichen und interessante Suchgebiete systematisch bewerten.
Meine Touren, Erfahrungen, Einstellungen des Metalldetektors und ausgewählte Funde dokumentiere ich auf dieser Website. Dabei soll nachvollziehbar werden, wie aus einer ersten Idee über Kartenrecherche und Geländeanalyse schließlich eine reale Suche entsteht.
Legal und nachvollziehbar
Gesucht wird nur dort, wo dies rechtlich zulässig und die notwendige Zustimmung vorhanden ist. Die denkmalrechtliche Nachforschungsgenehmigung für Rheinland-Pfalz befindet sich im Antragsverfahren. Bereiche mit besonderen rechtlichen oder fachlichen Anforderungen werden entsprechend behandelt.
Gemeinsam statt alleine
Ich suche außerdem Sondengänger, Goldsucher und technisch interessierte Gleichgesinnte aus Koblenz, Westerwald, Eifel, Rhein, Mosel und Lahn.
Ob Erfahrungsaustausch über Metalldetektoren, gemeinsame Touren, Goldwaschen, Kartenanalyse oder einfach ein spannender Tag draußen – wer dieses Hobby ebenfalls seriös betreibt oder damit anfangen möchte, darf sich gerne melden.
odpc.de/sonde – Metal Detecting • Gold Prospecting
Technik, Daten & KI – warum ich beim Sondeln einen anderen Ansatz verfolge
Vom IT-System zur systematischen Suche
Ich komme aus der IT. Technik, Daten, Systeme und die Frage, wie unterschiedliche Informationsquellen sinnvoll miteinander verbunden werden können, gehören für mich zum täglichen Denken.
Genau diesen Ansatz möchte ich auch auf mein neues Hobby übertragen.
Für mich beginnt eine interessante Suche deshalb nicht erst in dem Moment, in dem ich den Metalldetektor einschalte.
Sie beginnt vorher.
Am Computer.
Auf einer Karte.
Mit Luftbildern.
Mit Geländedaten.
Mit Boden- und Geologieinformationen.
Mit öffentlich verfügbaren Datenbanken.
Und zunehmend auch mit künstlicher Intelligenz.
Mein Metalldetektor ist am Ende das Werkzeug, mit dem ich draußen überprüfe, was vorher digital recherchiert und bewertet wurde.
Nicht einfach loslaufen – erst verstehen, wo ich suche
Natürlich kann man mit einem Metalldetektor irgendeine Wiese betreten und anfangen zu suchen.
Das kann Spaß machen und manchmal sogar erfolgreich sein.
Mich reizt aber ein anderer Ansatz.
Ich möchte vorher möglichst viel über ein Gebiet wissen.
Wie wird die Fläche heute genutzt?
Wie sah sie vor zehn, dreißig oder hundert Jahren aus?
Wo verliefen früher Wege?
Wo befanden sich Freizeitflächen?
Wie hat sich ein Flussufer verändert?
Wo gab es früher Zugänge zum Wasser?
Wo liegen alte und neue Wege übereinander?
Welche Bodenart befindet sich dort?
Wie sieht das Geländeprofil aus?
Wo lagern sich an einem Bach Kies, Sand oder schwerere Mineralien ab?
Und wo gibt es Hinweise darauf, dass sich eine Suche überhaupt lohnen könnte?
Aus vielen einzelnen Informationen soll am Ende ein möglichst vollständiges Bild entstehen.
QGIS – meine digitale Kommandozentrale
Ein wichtiges Werkzeug dafür ist QGIS.
In einem geografischen Informationssystem kann ich verschiedene Karten und Datensätze nicht nur anschauen, sondern als einzelne Ebenen übereinanderlegen und miteinander vergleichen.
Eine heutige Karte kann beispielsweise mit einem historischen Luftbild kombiniert werden.
Darüber können Gelände- oder Geologiedaten liegen.
Weitere Ebenen können Wege, Gewässer, Flächen oder eigene Markierungen enthalten.
Dadurch wird aus einer einfachen Karte ein Analysewerkzeug.
Für meine Recherche kann ich beispielsweise mit folgenden Informationen arbeiten:
Viele dieser Informationen lassen sich über standardisierte Geodatendienste direkt in ein GIS einbinden.
So muss ich nicht mit zwanzig einzelnen Karten arbeiten, sondern kann unterschiedliche Informationen an einem Ort zusammenführen.
Rheinland-Pfalz liefert dafür erstaunlich viele Daten
Gerade für mein geplantes Suchgebiet ist die Datenlage interessant.
Über das Geoportal Rheinland-Pfalz stehen zahlreiche amtliche Geodaten zur Verfügung.
Dazu gehören auch historische Karten und historische Luftbilder.
Dadurch kann man Veränderungen einer Landschaft über längere Zeiträume nachvollziehen.
Ein heutiger unscheinbarer Uferbereich kann früher beispielsweise völlig anders genutzt worden sein.
Ein Weg kann verschwunden sein.
Eine Freizeitfläche kann verlegt worden sein.
Ein ehemaliger Zugang zum Wasser kann heute überwachsen sein.
Und genau solche Veränderungen können für eine moderne Verlustsuche interessant sein.
Boden und Geologie gehören ebenfalls dazu
Für die Goldsuche wird die Geologie noch wichtiger.
Das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz stellt digitale geologische Karten und Bodendaten bereit.
Damit kann ich untersuchen, welche Gesteine in einem Gebiet vorkommen und wie Boden und Untergrund aufgebaut sind.
Bei Bach- und Flussläufen interessieren mich außerdem Gefälle, Sedimente, Kiesbänke, Strömungsverhältnisse und mögliche Bereiche, in denen sich schwerere Materialien bevorzugt ablagern können.
Natürlich bedeutet eine interessante geologische Situation noch lange nicht, dass dort Gold liegt.
Aber sie kann helfen, aus vielen möglichen Bachabschnitten diejenigen herauszufiltern, die eine nähere Betrachtung überhaupt rechtfertigen.
Genau darum geht es mir:
Nicht behaupten zu wissen, wo etwas liegt.
Sondern die Wahrscheinlichkeit durch bessere Informationen Schritt für Schritt erhöhen.
QField bringt die Recherche mit nach draußen
Die vorbereiteten Karten sollen nicht auf meinem Computer bleiben.
Mit QField kann ich mein GIS-Projekt auf dem Smartphone mit ins Gelände nehmen.
Damit habe ich unterwegs meine Karten, vorbereiteten Flächen und Informationen direkt dabei.
Über GPS beziehungsweise GNSS kann meine Position auf der Karte angezeigt werden.
Suchwege können aufgezeichnet werden.
Interessante Stellen können markiert werden.
Und später können auch einzelne Funde direkt geografisch dokumentiert werden.
Damit entsteht zwischen der Recherche zuhause und dem tatsächlichen Suchgang draußen kein Medienbruch.
Ich plane am Computer.
Ich nehme die Daten mit ins Gelände.
Ich dokumentiere dort, was tatsächlich passiert.
Und anschließend fließen die Ergebnisse wieder zurück in meine Datenbasis.
Der Metalldetektor liefert die Realität
Irgendwann hilft aber keine Karte und keine KI mehr.
Dann stehe ich tatsächlich auf der Fläche.
Und dort entscheidet der Detektor.
Mit dem Nokta DOUBLE SCORE möchte ich deshalb nicht einfach nur Signale hören.
Ich möchte lernen, die Technik wirklich zu verstehen.
Bodenabgleich.
Recovery Speed.
Eisenfilter.
Multifrequenz.
Suchprogramme.
Bodenbedingungen.
Signalstabilität.
Tiefe.
Das alles beeinflusst, wie ein Signal wahrgenommen und bewertet wird.
Je mehr reale Erfahrungen ich sammle, desto besser werde ich verstehen, was mir das Gerät tatsächlich mitteilt.
Eine Zahl auf dem Display allein sagt schließlich noch nicht, was im Boden liegt.
Erst das Zusammenspiel aus Technik, Erfahrung und tatsächlichem Fund macht daraus Wissen.
Genau hier kommt künstliche Intelligenz ins Spiel
KI soll bei diesem Projekt kein Orakel sein, das mir sagt:
„Grabe genau dort – dort liegt Gold.“
So funktioniert es nicht.
Ich nutze künstliche Intelligenz vielmehr als analytischen Assistenten.
Sie kann mir helfen, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu strukturieren, Zusammenhänge zu erkennen, Daten miteinander zu vergleichen und Rechercheergebnisse auf einen konkreten Suchraum zu reduzieren.
Wenn ich beispielsweise Informationen über ein Gebiet zusammentrage, können unterschiedliche Faktoren gemeinsam betrachtet werden:
Lage und Nutzung
historische Karten
Luftbilder
Geländeform
Boden
Geologie
Gewässer
Zugänglichkeit
bekannte Einschränkungen
eigene Erfahrungen
und später auch meine tatsächlichen Suchergebnisse.
Aus einem riesigen Gebiet werden dadurch zunächst einige interessante Bereiche.
Diese können anschließend genauer untersucht werden.
Und erst danach folgt die reale Suche.
KI ersetzt dabei keine Quelle
Ein wichtiger Punkt ist mir dabei besonders wichtig.
Nur weil eine KI etwas behauptet, ist es noch lange nicht richtig.
Deshalb möchte ich Aussagen nach Möglichkeit gegen die ursprünglichen Quellen prüfen.
Amtliche Karten bleiben amtliche Karten.
Geologische Informationen werden anhand der entsprechenden Fachdaten betrachtet.
Rechtliche Fragen werden anhand der zuständigen Stellen und geltenden Regelungen geprüft.
Die KI hilft beim Zusammenführen und Bewerten.
Sie ersetzt aber nicht die Quelle.
Das ist derselbe Grundsatz, nach dem ich auch in der IT arbeite:
Daten sammeln.
Quellen prüfen.
Zusammenhänge herstellen.
Ergebnis verifizieren.
Recherche → Analyse → Gelände → Ergebnis
Mein kompletter Ablauf soll deshalb langfristig ungefähr so aussehen:
Recherche
Karten und Daten sammeln
GIS-Analyse
KI-gestützte Auswertung
rechtliche und praktische Prüfung
Suchgebiet festlegen
Trip planen
vor Ort mit GPS/GNSS dokumentieren
mit dem Metalldetektor suchen
Funde und auch Fehlversuche erfassen
Ergebnisse auswerten
Erfahrungen zurück in die Datenbasis übertragen
Dann beginnt der Kreislauf beim nächsten Trip erneut.
Aus Erfahrungen werden eigene Daten
Das Spannende daran ist, dass das System mit jedem Ausflug wertvoller wird.
Am Anfang arbeite ich hauptsächlich mit fremden Daten.
Später kommen meine eigenen hinzu.
Welche Flächen habe ich bereits untersucht?
Wie lange war ich dort?
Welche Einstellungen habe ich verwendet?
Wie war der Boden?
Welche Target-IDs habe ich ausgegraben?
Was lag tatsächlich darunter?
Wie tief lag es?
Welche Bereiche waren stark mit Metallmüll belastet?
Wo wurden moderne Gegenstände gefunden?
Welche Rechercheannahmen waren richtig?
Und welche waren völlig falsch?
Nach genügend Suchgängen entsteht daraus meine eigene Erfahrungsdatenbank.
Damit kann ich irgendwann nicht mehr nur sagen:
„Diese Stelle sieht interessant aus.“
Sondern vielleicht:
„Flächen mit diesen Eigenschaften haben bei meinen bisherigen Touren deutlich häufiger interessante Ergebnisse geliefert.“
Das ist der Punkt, an dem aus einem Hobby langsam ein echtes Datenprojekt wird.
Die Website wird zum digitalen Logbuch
Genau deshalb entsteht odpc.de/sonde.
Ich möchte nicht erst irgendwann die schönsten Funde präsentieren.
Ich möchte den gesamten Weg dokumentieren.
Meine Recherche.
Meine Technik.
Die verwendeten Karten.
Meine Trips.
Meine Einstellungen.
Meine Fehleinschätzungen.
Meine Funde.
Und meine Erfahrungen.
Geplant ist dabei auch eine interaktive Kartenebene, auf der ausgewählte Touren und Ergebnisse dargestellt werden können.
Sensible oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Positionsdaten bleiben dabei selbstverständlich intern.
Die Website wird damit gleichzeitig Tagebuch, technische Dokumentation, Erfahrungsdatenbank und Treffpunkt für andere Menschen, die dieses Hobby genauso spannend finden.
Technik allein findet keinen Schatz
Bei aller Technik möchte ich eines aber nicht vergessen.
Am Ende muss ich raus.
Ich muss laufen.
Ich muss suchen.
Ich muss lernen, meinen Detektor zu verstehen.
Und ich werde wahrscheinlich sehr viele Kronkorken, Dosenlaschen und andere Metallteile ausgraben, bevor irgendwann vielleicht etwas Besonderes darunter liegt.
Keine KI kann mir diesen Teil abnehmen.
Und genau das soll sie auch nicht.
Denn gerade die Verbindung gefällt mir:
Am Computer beginnt die Recherche.
Im Gelände beginnt das Abenteuer.
Und erst wenn der Detektor ein Signal gibt, erfahren wir, ob die ganze Vorbereitung tatsächlich etwas gebracht hat.
odpc.de/sonde – Daten finden den Spot. Der Detektor findet heraus, was wirklich dort liegt.
Nokta DOUBLE SCORE – mein Metalldetektor komplett erklärt
Hardware • Simultane Multifrequenz • Wasser • Schmucksuche • Technik
Nach meiner Recherche, dem Vergleich unterschiedlicher Geräte und einem klar gesetzten Budget von maximal 450 Euro ist meine Entscheidung gefallen: Mein erster eigener Metalldetektor wird der Nokta DOUBLE SCORE.
Für mich ist er genau dort positioniert, wo ich einsteigen möchte: noch bezahlbar, relativ einfach zu bedienen, gleichzeitig aber technisch weit genug entwickelt, um mich intensiv mit Bodenabgleich, Frequenzen, Target-IDs, Filterung, Reaktionsgeschwindigkeit und unterschiedlichen Suchbedingungen beschäftigen zu können.
Meine Wahl: Nokta DOUBLE SCORE – Part Number 11000867.
Das Gerät in Bildern
Die folgenden Produktaufnahmen stammen direkt von Nokta. Ein Klick auf ein Bild führt zur offiziellen Produktseite des Herstellers.
DOUBLE SCORE – Gesamtansicht
Carbon-Gestänge und SC30-DD-Spule
Seitenansicht des kompletten Detektors
DOUBLE SCORE – Bedieneinheit
Für genau meinen Einsatzzweck
Ich möchte hauptsächlich verlorenen Schmuck, Münzen und andere metallische Gegenstände finden. Meine Suchgebiete werden sehr unterschiedlich sein: Campingplätze, Wiesen, Gärten, Ufer, Kies, Sand, Waldwege, feuchte Böden und gegebenenfalls auch Bereiche direkt im Wasser.
Der DOUBLE SCORE ist dafür interessant, weil er nicht auf einen einzigen Bodentyp oder nur auf trockene Flächen beschränkt ist.
Die technischen Daten
| Hersteller | Nokta Detectors |
|---|---|
| Modell | DOUBLE SCORE |
| Part Number | 11000867 |
| Technologie | Simultaneous Multi-Frequency (SMF) |
| Arbeitsfrequenzen | Multi sowie 15 kHz Einzelfrequenz |
| Multi-Programme | M1, M2 und M3 in Park und Field |
| Suchmodi | Park, Field, Beach |
| Target-ID | 01–60 |
| Diskriminierungssegmente | 30 Segmente, jeweils 2 IDs pro Segment |
| Diskriminierungsmuster | All Metal (A), Ground Off (G), Ferrous Off (F), Custom (C) |
| Sensitivität | 10 Stufen |
| Recovery Speed | 3 Stufen |
| Deep Target Identification | 0–6 mit Firmware V1.2 |
| Iron Filter | 0–9; im Beach-Modus 1–9 |
| Notch Filter | Vorhanden |
| Ground Suppressor | 0–8 |
| Bodenabgleich | Automatisch, manuell und Tracking |
| Noise Cancellation | Automatisch, 13 Kanäle |
| Pinpoint | Vorhanden |
| Tiefenanzeige | 5-stufige Schätzung |
| Benutzerprofile | 2 speicherbare Profile |
| Lautstärke | 0–6 |
| Audiofrequenz | 100–1200 Hz |
| Bluetooth | Vorhanden |
| Vibration | 0–5 |
| Display | Custom LCD mit Hintergrundbeleuchtung |
| Displaybeleuchtung | 0–5 sowie Auto A1–A5 |
| Tastenbeleuchtung | Vorhanden |
| LED-Taschenlampe | Vorhanden |
| Wasserdichtigkeit | IP68, vollständig tauchfähig bis 5 Meter |
| Suchspule | SC30 wasserdichte DD-Spule, 30 × 23 cm / 12 × 9 Zoll |
| Gestänge | Oberes und unteres Gestänge aus Carbon |
| Länge | 63–132 cm verstellbar |
| Gewicht | ca. 1,2 kg inklusive Suchspule |
| Akku | 3250 mAh Lithium-Polymer |
| Akkulaufzeit | Herstellerangabe ca. 5–12 Stunden je nach Nutzung |
| Ladezeit | ca. 3–4 Stunden bei geeignetem USB-Netzteil |
| Firmware | Updatefähig über USB unter Windows und macOS |
| Garantie | 3 Jahre |
Simultane Multifrequenz – das Herzstück
Der DOUBLE SCORE kann mehrere Frequenzen gleichzeitig verwenden. Dadurch muss ich mich nicht bereits vor der Suche auf eine einzige Frequenz und damit auf einen relativ engen Zielbereich festlegen.
In Park und Field stehen drei unterschiedliche Multi-Varianten zur Verfügung.
Gerade M3 ist für mein Einsatzgebiet interessant. Feuchte Uferböden, nasser Kies oder andere leitfähige Untergründe können einen Detektor unruhiger machen. M3 soll den Einfluss solcher Bodenfeuchte reduzieren.
Zusätzlich steht eine einzelne Frequenz von 15 kHz zur Verfügung.
Die drei Suchprogramme
Für Münzen und Schmuck auf Flächen mit viel modernem Metallmüll wie Folie, Laschen oder Kronkorken. Der DOUBLE SCORE arbeitet hier mit drei Tonbereichen.
Für Wiesen, Felder und landwirtschaftliche Flächen. Dieser Modus arbeitet beim DOUBLE SCORE mit zwei Tonbereichen und lässt sich mit M1, M2 oder M3 betreiben.
Für trockenen und nassen Sand sowie den Unterwassereinsatz. Hier arbeitet das Gerät ausschließlich mit Multifrequenz.
Das komplette Gerät ist nach IP68 geschützt und kann bis zu 5 Meter untergetaucht werden.
Target-ID – was sagt mir die Zahl?
In der Mitte des Displays zeigt der DOUBLE SCORE eine Target-ID zwischen 01 und 60 an. Diese Zahl wird aus der elektrischen Leitfähigkeit des erkannten Ziels abgeleitet und soll einen Hinweis darauf geben, welche Art von Metall sich möglicherweise unter der Spule befindet.
Genau deshalb möchte ich nicht einfach alle niedrigen Leitwerte ausblenden. Wenn man Goldschmuck sucht, muss man akzeptieren, dass man auch Dinge ausgräbt, die sich anschließend als Aluminium oder anderer Müll herausstellen.
Im Park-Modus können Goldobjekte beispielsweise auch im Bereich 11–12 liegen. Das ist besonders interessant, weil ein aggressives Custom-Diskriminierungsmuster genau diesen Bereich ausblenden kann.
Recovery Speed – Trennung oder Tiefe?
Die Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich beim DOUBLE SCORE in drei Stufen einstellen.
Eine niedrigere Recovery Speed kann mehr Tiefenpotential ermöglichen, trennt jedoch eng nebeneinanderliegende Ziele weniger schnell.
Eine höhere Recovery Speed verbessert dagegen die Trennung mehrerer nahe beieinanderliegender Ziele, kann aber einen Teil der maximal möglichen Tiefenleistung kosten.
Saubere Fläche: eher langsamer. Stark verschrottete Fläche: eher schneller. Die optimale Einstellung hängt vom realen Gelände ab.
Deep Target Identification
Mit der Systemsoftware V1.2 hat Nokta dem DOUBLE SCORE eine einstellbare Deep Target Identification hinzugefügt.
Der Wert kann zwischen 0 und 6 eingestellt werden. Ziel der Funktion ist es, sehr tiefe Nichteisenobjekte, die aufgrund der schwachen oder maskierten Signale möglicherweise als Eisen erkannt werden, besser als Nichteisen zu identifizieren.
Mehr ist dabei nicht automatisch besser: Nokta weist ausdrücklich darauf hin, dass die Stabilität des Gerätes mit höheren Einstellungen abnehmen kann.
Bodenabgleich – Auto, manuell oder Tracking
Der DOUBLE SCORE bietet drei Möglichkeiten, auf unterschiedliche Bodenbedingungen zu reagieren.
Die Spule wird mehrfach über einem metallfreien Bereich auf und ab bewegt. Das Gerät ermittelt den Bodenwert automatisch.
Der Bodenwert kann von Hand korrigiert werden. Das ist interessant, wenn der automatische Abgleich nicht optimal funktioniert.
Während des Suchens verfolgt das Gerät Veränderungen des Untergrundes und aktualisiert den Bodenabgleich kontinuierlich.
Im Beach-Modus kann die Stabilität gegenüber schwierigen leitfähigen Strand- und Wasserbedingungen zusätzlich beeinflusst werden.
Noise Cancellation – wenn die Umgebung stört
Hochspannungsleitungen, Mobilfunktechnik, Funkgeräte, andere Metalldetektoren und weitere elektronische Quellen können einen Detektor beeinflussen.
Der DOUBLE SCORE besitzt dafür eine automatische Störunterdrückung mit 13 Kanälen.
Nokta empfiehlt, bei elektromagnetischen Störungen zunächst Noise Cancellation durchzuführen, bevor die Sensitivität reduziert wird.
Iron Filter, Notch und Ground Suppressor
Iron Filter
Der Iron Filter beeinflusst, wie das Gerät Eisen und Nichteisen klassifiziert. Beim DOUBLE SCORE ist er in Park und Field von 0 bis 9 und im Beach-Modus von 1 bis 9 einstellbar.
Notch Filter
Mit Notch können gezielt bestimmte Leitwertbereiche akzeptiert oder ausgeblendet werden. Beim DOUBLE SCORE werden jeweils zwei IDs gemeinsam bearbeitet.
Ground Suppressor
Der Ground Suppressor reicht von 0 bis 8 und kann bei problematischen Böden helfen, unerwünschte Bodensignale zu reduzieren.
Pinpoint – wenn ich das Ziel gefunden habe
Während der normalen Suche muss die Spule bewegt werden. Die integrierte Pinpoint-Funktion arbeitet dagegen ohne Bewegung.
Nachdem ein Ziel erkannt wurde, kann die Spule über dem Bereich gehalten und das genaue Zentrum eingegrenzt werden. Der Ton wird dabei stärker und verändert seine Tonhöhe, je näher die Spule an das Zielzentrum kommt.
Die Bedienungsanleitung empfiehlt, den Vorgang aus einer zweiten Richtung im 90-Grad-Winkel zu wiederholen. Dadurch lässt sich die Fundposition weiter eingrenzen.
Die richtige Schwenktechnik
Ein leistungsfähiger Metalldetektor allein reicht nicht aus. Die Spule muss während des Suchens möglichst parallel zum Boden geführt werden.
Ein bogenförmiges Hochschwenken an den Enden jeder Bewegung vergrößert den Abstand zum Boden und reduziert damit die nutzbare Suchleistung.
Die Suchspule bleibt während des gesamten Schwungs möglichst parallel und in gleichmäßigem Abstand zum Boden.
Akku und Stromversorgung
Im DOUBLE SCORE sitzt ein interner Lithium-Polymer-Akku mit 3250 mAh.
- Laufzeit je nach Nutzung ungefähr 5 bis 12 Stunden
- Ladezeit eines leeren Akkus ungefähr 3 bis 4 Stunden
- USB-Laden möglich
- mindestens 5 V / 2 A empfohlen
- Laden und Betrieb über eine Powerbank möglich
- optionaler wasserdichter Zusatzakku erhältlich
Bluetooth, Lautsprecher und Vibration
Der DOUBLE SCORE besitzt Bluetooth für kabellose Kopfhörer. Auch kompatible Low-Latency-Kopfhörer können verwendet werden.
Zusätzlich kann der Detektor bei einem Zielfund vibrieren. Die Vibration ist zwischen 0 und 5 einstellbar und kann gemeinsam mit dem Tonsignal oder auch allein genutzt werden.
Das ist besonders bei Unterwassersuchen oder in Situationen interessant, in denen akustische Signale schlecht zu hören sind.
Display und Nachtbetrieb
Das LCD verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung mit festen Stufen 0 bis 5 sowie automatischen Varianten A1 bis A5.
Zusätzlich gibt es eine Tastenbeleuchtung und eine kleine LED-Taschenlampe für Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen.
Wasserfest bis 5 Meter
Der DOUBLE SCORE ist nach IP68 vollständig gegen Staubeintritt geschützt und kann bis zu einer Tiefe von 5 Metern unter Wasser eingesetzt werden.
Damit kann nicht nur die Suchspule nass werden. Auch Bedieneinheit und Gestänge sind für den Unterwassereinsatz ausgelegt.
Nach Salzwassereinsatz
- Steuereinheit, Gestänge und Spule mit Leitungswasser abspülen
- kein Salzwasser in Anschlüssen zurücklassen
- keine chemischen Reinigungsmittel verwenden
- Display und Gestänge mit einem weichen, nicht kratzenden Tuch trocknen
Meine SC30-Suchspule
Serienmäßig kommt der DOUBLE SCORE mit der wasserdichten SC30-DD-Spule.
SC30 DD – 30 × 23 cm / 12 × 9 Zoll.
Die Größe ist für mich ein guter Kompromiss zwischen Flächenabdeckung, Gewicht, Zieltrennung und Tiefenleistung.
Weitere verfügbare Spulen
24 × 15 cm. Kompakter und besonders interessant für enge oder stark verschrottete Flächen.
30 × 23 cm. Die serienmäßige Allround-DD-Spule meines DOUBLE SCORE.
35 × 31,5 cm. Größere Spule für mehr Bodenabdeckung auf geeigneten Flächen.
Nokta bietet einen wasserdichten externen Li-Po-Akku mit 5500 mAh als optionales Zubehör an.
Firmware – der Detektor kann weiterentwickelt werden
Für mich als Techniker ist die Updatefähigkeit besonders interessant. Die Firmware des DOUBLE SCORE kann über USB aktualisiert werden.
Die aktuelle vom Hersteller angebotene Systemsoftware V1.2 brachte unter anderem Verbesserungen an Pinpoint und Beach Mode sowie die einstellbare Deep Target Identification für den DOUBLE SCORE.
Nach einem Firmware-Update verlangt Nokta ausdrücklich, das Gerät anschließend auf Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Mein Schnellstart
Die offizielle Anleitung reduziert den ersten Start auf wenige Schritte.
- Power-/Settings-Taste etwa drei Sekunden gedrückt halten und den DOUBLE SCORE einschalten.
- Das Gerät startet im Park-Modus mit Multifrequenz. Den Suchmodus anschließend an die Fläche anpassen.
- Sensitivität nur so weit erhöhen, wie das Gerät stabil arbeitet.
- Bei elektromagnetischen Störungen zunächst automatische Noise Cancellation durchführen.
- Spule parallel zum Boden führen und mit dem Suchen beginnen.
Meine erste Grundeinstellung
Ich werde am Anfang bewusst nicht versuchen, jedes Menü bis an seine Grenze auszureizen.
Park + Multi. Erst einmal möglichst wenig aggressiv diskriminieren, damit ich lerne, welche Target-IDs tatsächlich welche Gegenstände ergeben.
Field + Multi. Bei auffälligem Boden Bodenabgleich durchführen und unterschiedliche Recovery-Speed-Einstellungen testen.
M3 testen, weil diese Multifrequenzvariante ausdrücklich für feuchte und leitfähige Böden ausgelegt ist.
Beach Mode. Das Gerät verwendet hier automatisch Multifrequenz.
Fehler- und Warnmeldungen
CC – Check Coil
Die Verbindung beziehungsweise das Sendesignal der Suchspule wird nicht korrekt erkannt. Spulenstecker, Kabel und Verbindung kontrollieren.
Lo – Low Battery
Der Akku ist erschöpft. Das Gerät schaltet sich anschließend ab.
SE – System Error
Gerät erneut einschalten. Bleibt der Fehler bestehen, beschreibt Nokta einen Reset durch längeres Drücken der Power-/Settings-Taste. Bei dauerhaftem Fehler ist der technische Service zuständig.
Lieferumfang meines DOUBLE SCORE
- Nokta DOUBLE SCORE Systemeinheit
- SC30 wasserdichte DD-Suchspule 30 × 23 cm
- Spulenschutz
- USB-Lade- und Datenkabel
- Bedienungsanleitung
DTI weist ausdrücklich darauf hin, dass kein USB-Netzteil zum Lieferumfang gehört.
Wo ich mein Gerät kaufe
Mein Händler für den DOUBLE SCORE ist DTI Detector Trade International. Der Detektor lag zum Zeitpunkt meiner Auswahl mit 449 Euro exakt innerhalb meines vorher festgelegten Budgets von maximal 450 Euro.
Originalquellen und Downloads
Bei den technischen Daten verlasse ich mich nicht nur auf Händlerbeschreibungen oder Erfahrungsberichte. Die wichtigsten Informationen lassen sich direkt beim Hersteller nachvollziehen.
Warum der DOUBLE SCORE zu meinem Projekt passt
Ich wollte kein Gerät kaufen, das mir nach wenigen Wochen bereits zu wenig Möglichkeiten bietet. Gleichzeitig wollte ich für meinen Einstieg auch nicht 1.000 Euro oder mehr investieren.
Der DOUBLE SCORE gibt mir genug Automatik, um direkt anfangen zu können, aber gleichzeitig genug Einstellmöglichkeiten, um technisch tiefer einzusteigen.
Ich kann Bodenbedingungen dokumentieren, unterschiedliche Multifrequenzprogramme testen, Recovery Speed verändern, Target-IDs mit tatsächlichen Funden vergleichen und daraus nach und nach meine eigene Erfahrungsdatenbank aufbauen.
Genau das ist der Ansatz von odpc.de/sonde.
Die Technik liefert das Signal. Die Erfahrung entscheidet, ob ich grabe.
Sondeln in Rheinland-Pfalz – Recht, Genehmigungen & FAQ
Denkmalschutz • Fundrecht • Eigentum • Wald • Naturschutz • Gewässer • Kampfmittel • Goldsuche
Metal Detecting beginnt nicht erst mit dem Einschalten des Detektors. Vor jeder Suche muss geklärt werden, was gesucht werden soll, wem die Fläche gehört, welche Schutzvorschriften gelten und ob Genehmigungen erforderlich sind.
Gerade beim Sondeln treffen mehrere Rechtsbereiche aufeinander. Denkmalschutzrecht, Eigentumsrecht, Fundrecht, Naturschutzrecht, Waldrecht, Wasserrecht, Strafrecht und bei der gezielten Suche nach natürlichem Gold sogar das Bundesberggesetz können eine Rolle spielen.
Diese FAQ ist eine sorgfältig recherchierte Übersicht für Rheinland-Pfalz und verlinkt die maßgeblichen amtlichen Quellen. Sie ersetzt keine individuelle Rechtsberatung oder behördliche Genehmigung. Zusätzlich können örtliche Satzungen, Schutzgebietsverordnungen, Eigentumsverhältnisse und besondere Nutzungsrechte gelten.
Rechts- und Recherche-Stand: 15.08.2026Denkmalschutz & Nachforschungsgenehmigung
Brauche ich in Rheinland-Pfalz grundsätzlich eine Genehmigung für einen Metalldetektor?
Nicht bereits der bloße Besitz oder jede beliebige Verwendung eines Metalldetektors löst automatisch die denkmalrechtliche Genehmigungspflicht aus.
Entscheidend ist der Suchzweck. Nach § 21 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz Rheinland-Pfalz sind Nachforschungen – ausdrücklich insbesondere Geländebegehungen mit Schatzsuchgeräten und Ausgrabungen – genehmigungspflichtig, wenn sie das Ziel haben, Kulturdenkmäler zu entdecken.
Eine gezielte Suche nach archäologischen oder historischen Kulturdenkmälern ist deshalb rechtlich anders zu beurteilen als beispielsweise die Suche nach einem gestern verlorenen Ehering.
Wann brauche ich eine Nachforschungsgenehmigung?
Wenn die Nachforschung darauf ausgerichtet ist, Kulturdenkmäler zu entdecken, greift § 21 DSchG.
Dazu können insbesondere gezielte Sondengänge nach archäologischen Funden, historischen Fundzusammenhängen oder Bodendenkmälern gehören.
Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Landesarchäologie – hat hierfür ein eigenes Verfahren zur Nachforschungsgenehmigung eingerichtet.
Wer erteilt die Nachforschungsgenehmigung?
Zuständig sind in Rheinland-Pfalz grundsätzlich die unteren Denkmalschutzbehörden der Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte. Die Genehmigungen werden im Einvernehmen mit den zuständigen Fachstellen der Landesarchäologie beziehungsweise der Denkmalfachbehörde behandelt.
Die GDKE veröffentlicht Informationen, Voraussetzungen und Hinweise zum Verfahren.
Ersetzt die Erlaubnis des Grundstückseigentümers die Nachforschungsgenehmigung?
Nein. Eigentümerzustimmung und öffentlich-rechtliche Genehmigung sind zwei unterschiedliche Dinge.
Der Grundstückseigentümer kann die Nutzung seines Grundstücks erlauben. Ist die konkrete Nachforschung aber nach § 21 DSchG genehmigungspflichtig, benötigt man zusätzlich die denkmalrechtliche Genehmigung.
Darf ich ohne Nachforschungsgenehmigung nach einem modernen verlorenen Ring oder Schlüssel suchen?
Eine konkrete moderne Verlustsuche hat grundsätzlich einen anderen Zweck als eine Nachforschung mit dem Ziel, Kulturdenkmäler zu entdecken.
Damit bedeutet das aber nicht, dass automatisch überall gesucht werden darf. Eigentümer- beziehungsweise Nutzerzustimmung, Naturschutz, Waldrecht, örtliche Regelungen und gegebenenfalls Wasserrecht bleiben bestehen.
Wird bei einer solchen Suche zufällig etwas entdeckt, bei dem anzunehmen ist, dass es sich um ein Kulturdenkmal handeln könnte, greifen die gesetzlichen Fund- und Meldepflichten des Denkmalschutzgesetzes.
Was passiert, wenn ich zufällig einen möglicherweise archäologischen Fund entdecke?
Ein Fund, bei dem bei seiner Entdeckung anzunehmen ist, dass es sich um ein Kulturdenkmal handelt oder handeln könnte, fällt unter die Fundvorschriften des Denkmalschutzgesetzes.
Der Fund ist unverzüglich anzuzeigen. Anschließend bestehen besondere Pflichten zum Schutz des Fundes und der Fundstelle.
Darf ich einen archäologisch verdächtigen Fund sofort ausgraben, reinigen oder mitnehmen?
Nein, das sollte gerade nicht eigenmächtig geschehen.
Nach den Erhaltungsvorschriften des DSchG müssen Fund und Fundstelle nach der Anzeige grundsätzlich für den gesetzlich vorgesehenen Zeitraum unverändert erhalten und soweit zumutbar geschützt werden. Die Denkmalbehörde soll die Möglichkeit bekommen, den Fundzusammenhang fachgerecht zu beurteilen.
Der Fundzusammenhang kann archäologisch wesentlich wichtiger sein als der einzelne Gegenstand.
Was ist das Schatzregal in Rheinland-Pfalz?
Für bestimmte archäologische beziehungsweise wissenschaftlich bedeutsame Funde enthält § 20 DSchG Rheinland-Pfalz eine besondere Eigentumsregelung.
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können herrenlose oder so lange verborgene Gegenstände, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, mit ihrer Entdeckung Eigentum des Landes werden – beispielsweise bei besonderer wissenschaftlicher Bedeutung oder bei bestimmten Fundumständen.
Deshalb darf die allgemeine zivilrechtliche Schatzregel aus § 984 BGB bei archäologischen Funden in Rheinland-Pfalz nicht isoliert betrachtet werden.
Was ist ein Grabungsschutzgebiet?
Nach § 22 DSchG können Gebiete, in denen verborgene Kulturdenkmäler zu erwarten sind, besonders geschützt werden.
In solchen Grabungsschutzgebieten können Vorhaben und Bodeneingriffe einer zusätzlichen Genehmigung bedürfen.
Die GDKE stellt die Grabungsschutzgebiete als amtlichen Kartendienst zur Verfügung.
Welche Folgen kann unerlaubtes Sondeln nach Kulturdenkmälern haben?
Verstöße gegen denkmalrechtliche Pflichten können Ordnungswidrigkeiten darstellen. Dazu gehören insbesondere ungenehmigte genehmigungspflichtige Nachforschungen sowie Verstöße gegen Fundanzeige- oder Erhaltungspflichten.
Die GDKE weist im Zusammenhang mit unerlaubten Nachforschungen auf mögliche Geldbußen von bis zu 125.000 Euro hin.
Grundstücke, Wald & Naturschutz
Darf ich auf einem fremden Privatgrundstück sondeln?
Nicht einfach ohne Zustimmung.
Nach § 903 BGB kann der Eigentümer grundsätzlich andere von Einwirkungen auf sein Eigentum ausschließen. Für eine geplante Suche sollte deshalb vorab die Zustimmung des Eigentümers beziehungsweise des tatsächlich Nutzungsberechtigten eingeholt werden.
Bei verpachteten oder vermieteten Flächen kann neben dem Eigentümer auch die Rechtsposition des Nutzers relevant sein.
Darf ich auf öffentlichen Flächen automatisch sondeln?
Nein. „Öffentlich zugänglich“ bedeutet nicht automatisch „zur Metallortung oder zum Graben freigegeben“.
Eine Gemeinde, das Land, der Bund oder ein anderer öffentlicher Träger kann Eigentümer beziehungsweise Verfügungsberechtigter sein. Zusätzlich können Sondernutzungs-, Park-, Naturschutz-, Denkmal- oder andere öffentlich-rechtliche Regeln gelten.
Bei öffentlichen Flächen sollte deshalb die zuständige Verwaltung beziehungsweise der Flächeneigentümer vorab geklärt werden.
Darf ich im Wald sondeln?
Das allgemeine Waldbetretungsrecht ist kein allgemeines Recht, Boden zu öffnen, Gegenstände zu entnehmen oder technische Suchmaßnahmen nach Belieben durchzuführen.
§ 22 Landeswaldgesetz Rheinland-Pfalz regelt das Betreten des Waldes zur Erholung. Für eine Sondensuche mit möglichen Bodeneingriffen müssen darüber hinaus Eigentumsrechte, Denkmalschutz, Naturschutz und gegebenenfalls besondere Waldregelungen berücksichtigt werden.
Darf ich auf einer Wiese oder einem Acker sondeln?
Auch dort braucht man die Zustimmung des Berechtigten. Bei landwirtschaftlichen Flächen sollte insbesondere geklärt werden, wer die Fläche tatsächlich bewirtschaftet.
Eine Eigentümerzustimmung beseitigt außerdem keine denkmal-, natur- oder sonstigen öffentlich-rechtlichen Beschränkungen.
Flurschäden, Saat, Kulturen und Bodenstruktur dürfen selbstverständlich nicht beschädigt werden.
Darf ich in einem Naturschutzgebiet sondeln?
Das lässt sich nicht pauschal mit einem einfachen Ja beantworten.
§ 23 BNatSchG schützt Naturschutzgebiete besonders streng. Handlungen, die zur Zerstörung, Beschädigung, Veränderung oder nachhaltigen Störung führen können, sind nach Maßgabe der jeweiligen Schutzbestimmungen verboten.
Zusätzlich besitzt jedes Schutzgebiet seine konkrete Rechtsverordnung. Gerade Graben oder Bodenveränderungen können damit unzulässig sein.
Wie kann ich prüfen, ob eine Fläche unter Naturschutz steht?
Rheinland-Pfalz stellt mit LANIS einen amtlichen Kartendienst der Naturschutzverwaltung zur Verfügung.
Dort können unter anderem Schutzgebiete und zahlreiche weitere Naturschutz-Geodaten geprüft werden. Die Daten können teilweise sogar als WMS- oder WFS-Dienst in QGIS eingebunden werden.
Was muss ich beim Schutz von Tieren und Pflanzen beachten?
Auch außerhalb eines ausgewiesenen Naturschutzgebiets gelten allgemeine Schutzvorschriften.
§ 39 BNatSchG verbietet unter anderem, wild lebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu beunruhigen und Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.
Für besonders geschützte Arten gelten zusätzlich die strengeren Verbote des § 44 BNatSchG, insbesondere hinsichtlich Fortpflanzungs- und Ruhestätten.
Gibt mir das allgemeine Betretungsrecht das Recht zu graben?
Nein. Das Betreten einer Landschaft zu Erholungszwecken und ein Eingriff in den Boden sind rechtlich nicht dasselbe.
§ 59 BNatSchG regelt grundsätzlich das Betreten der freien Landschaft auf Straßen, Wegen und ungenutzten Grundflächen zu Erholungszwecken. Daraus entsteht kein allgemeines Recht, fremden Boden aufzugraben oder Gegenstände an sich zu nehmen.
Gefundene Ringe, Münzen, Uhren & andere Gegenstände
Was muss ich tun, wenn ich einen modernen verlorenen Ring oder eine Uhr finde?
Für verlorene moderne Sachen gilt grundsätzlich das Fundrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, muss dem Verlierer, Eigentümer oder sonstigen Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige machen.
Ist der Berechtigte unbekannt, ist der Fund grundsätzlich bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Bei Sachen mit einem Wert von höchstens 10 Euro entfällt diese behördliche Anzeigepflicht.
Muss ich einen gefundenen Gegenstand aufbewahren?
Ja. § 966 BGB verpflichtet den Finder grundsätzlich zur Verwahrung der gefundenen Sache.
Habe ich Anspruch auf Finderlohn?
Grundsätzlich ja, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Nach § 971 BGB beträgt der Finderlohn bei einer Sache bis zu einem Wert von 500 Euro grundsätzlich 5 Prozent. Für den darüber hinausgehenden Wert beträgt er grundsätzlich 3 Prozent.
Wer seine gesetzliche Anzeigepflicht verletzt oder den Fund auf Nachfrage verheimlicht, verliert den Finderlohnanspruch.
Wann darf ein ordnungsgemäß gemeldeter Fund mir gehören?
§ 973 BGB sieht unter bestimmten Voraussetzungen einen Eigentumserwerb des Finders vor.
Grundsätzlich kann der Finder nach Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige bei der zuständigen Behörde Eigentümer werden, wenn vorher kein Empfangsberechtigter bekannt geworden ist beziehungsweise sein Recht angemeldet hat.
Für Sachen bis 10 Euro enthält das Gesetz eine besondere Fristregelung.
Darf ich einen wertvollen gefundenen Ring einfach behalten?
Nein, nicht einfach deshalb, weil ich ihn mit dem Detektor gefunden habe.
Bei einer verlorenen fremden Sache gelten zunächst die Anzeige- und Verwahrungspflichten des Fundrechts.
Eine rechtswidrige Zueignung einer fremden beweglichen Sache kann je nach konkreten Umständen außerdem strafrechtlich als Unterschlagung relevant werden.
Was ist rechtlich ein „Schatz“?
§ 984 BGB spricht von einer Sache, die so lange verborgen gelegen hat, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist.
Nach der allgemeinen zivilrechtlichen Regel wird ein solcher Schatz grundsätzlich zur Hälfte vom Entdecker und zur Hälfte vom Eigentümer der Sache beziehungsweise des Grundstücks erworben, in dem er verborgen war.
Bei archäologisch beziehungsweise wissenschaftlich relevanten Funden in Rheinland-Pfalz kann allerdings das landesrechtliche Schatzregal nach § 20 DSchG Vorrang haben.
Betreten fremder Flächen & Strafrecht
Kann unerlaubtes Betreten eines Grundstücks strafbar sein?
Bei Wohnungen, Geschäftsräumen, befriedetem Besitztum oder bestimmten abgeschlossenen Räumen kann widerrechtliches Eindringen den Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllen.
Auch wer sich nach Aufforderung des Berechtigten nicht entfernt, kann unter § 123 StGB fallen.
Kampfmittel, Munition & gefährliche Funde
Was mache ich, wenn der Fund eine Granate, Bombe oder Munition sein könnte?
Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz weist ausdrücklich darauf hin, bei Gegenständen, bei denen es sich um Bomben, Granaten oder sonstige Munition handeln könnte, Abstand zu halten und sofort Ordnungsamt oder Polizei zu verständigen.
Ersetzt meine Metallortung eine professionelle Kampfmittelsondierung?
Nein.
Eine private Verlust- oder Metallortung ist keine Kampfmittelfreigabe und ersetzt keine fachliche Kampfmittelsondierung, historische Gefährdungsbewertung oder Bescheinigung der Kampfmittelfreiheit.
Die ADD verweist bei grundstücksbezogenen historischen Recherchen oder Überprüfungen ohne konkreten Fundverdacht ausdrücklich auf dafür geeignete private Fachunternehmen.
Rhein, Mosel, Lahn, Bäche & Ufer
Darf ich einfach im Rhein, in der Mosel oder an anderen Gewässern sondeln?
Auch dort gibt es keine pauschale Freigabe.
Zu prüfen sind unter anderem Eigentums- und Nutzungsrechte, Naturschutz, Denkmalschutz, örtliche Regelungen sowie gegebenenfalls Wasser- und Bundeswasserstraßenrecht.
Das bloße Bewegen einer Suchspule ist rechtlich etwas anderes als das Ausgraben, Entnehmen oder Verändern von Gewässersohle und Ufer.
Wann kann das Wasserrecht relevant werden?
§ 9 WHG zählt unter anderem das Entnehmen fester Stoffe aus einem oberirdischen Gewässer als Gewässerbenutzung, soweit sich dies auf die Gewässereigenschaften auswirkt.
Wer größere Mengen Kies, Sand oder andere Stoffe bewegt oder entnimmt, kann deshalb in einen völlig anderen rechtlichen Bereich gelangen als bei einer bloßen oberflächlichen Verlustsuche.
Was ist bei Bundeswasserstraßen zu beachten?
Für Bundeswasserstraßen enthält § 31 Bundeswasserstraßengesetz zusätzliche Vorschriften über Anzeigen und strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigungen.
Relevant wird dies insbesondere bei Maßnahmen oder Benutzungen, die den Zustand der Wasserstraße oder die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs beeinträchtigen können.
Bei geplanten Eingriffen in Gewässersohle oder Ufer sollte deshalb gegebenenfalls vorab das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt kontaktiert werden.
Natürliches Gold & Bundesberggesetz
Darf ich in Rheinland-Pfalz einfach nach natürlichem Gold suchen?
Hier wird es rechtlich wesentlich komplexer als bei der Suche nach einem verlorenen Ring.
Natürlich vorkommendes Gold ist nach § 3 Abs. 3 Bundesberggesetz ein bergfreier Bodenschatz.
Das bedeutet insbesondere, dass sich das Eigentum am Grundstück nicht automatisch auf bergfreie Bodenschätze erstreckt.
Was versteht das Bundesberggesetz unter „Aufsuchen“?
§ 4 BBergG definiert Aufsuchen als eine Tätigkeit, die mittelbar oder unmittelbar auf die Entdeckung oder Feststellung der Ausdehnung von Bodenschätzen gerichtet ist.
Das Gesetz enthält allerdings Ausnahmen, beispielsweise für das Sammeln von Mineralien in Form von Handstücken oder kleinen Proben für mineralogische oder geologische Sammlungen.
Ob eine konkrete Freizeitaktivität wie Goldwaschen im Einzelfall noch unter eine Ausnahme fällt oder bereits eine bergrechtliche Aufsuchung beziehungsweise Gewinnung darstellt, hängt deshalb von Zweck, Umfang und Durchführung ab.
Braucht man zum gezielten Aufsuchen von Gold eine bergrechtliche Erlaubnis?
§ 6 BBergG enthält den Grundsatz: Wer bergfreie Bodenschätze aufsuchen will, benötigt eine Erlaubnis; für ihre Gewinnung sind weitergehende bergrechtliche Berechtigungen vorgesehen.
Da § 4 BBergG zugleich bestimmte Tätigkeiten vom Begriff der Aufsuchung ausnimmt, sollte eine geplante systematische Goldsuche oder Goldgewinnung vor Beginn konkret mit der zuständigen Bergbehörde abgeklärt werden.
Gehört natürliches Gold auf meinem Grundstück automatisch mir?
Nein.
§ 3 Abs. 2 BBergG bestimmt ausdrücklich, dass sich das Eigentum an einem Grundstück nicht auf bergfreie Bodenschätze erstreckt.
Gold wird in § 3 Abs. 3 ausdrücklich unter den bergfreien Bodenschätzen aufgeführt.
Brauche ich für eine bergrechtliche Aufsuchung zusätzlich die Zustimmung des Grundstückseigentümers?
Bei einer bergrechtlichen Aufsuchung auf einem fremden Grundstück regelt § 39 BBergG ausdrücklich die Zustimmung des Grundeigentümers und sonstiger Nutzungsberechtigter.
Bei Grundstücken, die einem öffentlichen Zweck gewidmet sind, können zusätzlich behördliche Zustimmungen erforderlich sein.
Kann unerlaubte bergrechtliche Aufsuchung eine Ordnungswidrigkeit sein?
Ja. Das Bundesberggesetz enthält in § 145 eigene Bußgeldvorschriften für Verstöße gegen bergrechtliche Pflichten.
Deshalb sollte bei einer gezielten und systematischen Suche nach bergfreien Bodenschätzen vorher geklärt werden, ob das konkrete Vorhaben einer bergrechtlichen Erlaubnis bedarf.
Meine Prüfung vor jedem Suchgang
Aus allen Vorschriften ergibt sich für mich ein einfacher Arbeitsablauf. Bevor der DOUBLE SCORE überhaupt eingeschaltet wird, wird die Fläche rechtlich und praktisch geprüft.
- Suchzweck festlegen: moderne Verlustsuche, eigener Test, geologische Beobachtung oder gezielte historische beziehungsweise archäologische Nachforschung?
- Eigentümer und Nutzungsberechtigte klären: Wer darf die Nutzung der Fläche tatsächlich erlauben?
- Denkmalschutz prüfen: Ist eine Nachforschungsgenehmigung erforderlich? Liegt ein Grabungsschutzgebiet vor?
- Naturschutz prüfen: LANIS, Schutzgebiete, Biotope und besondere Arten- oder Gebietsschutzvorschriften kontrollieren.
- Wald, Gewässer oder öffentliche Flächen gesondert prüfen: Betretungsrecht ist nicht automatisch Such- oder Grabungsrecht.
- Bei natürlicher Goldsuche zusätzlich Berg- und Wasserrecht prüfen: insbesondere §§ 3, 4 und 6 BBergG.
- Erst danach suchen: Fundstellen sauber hinterlassen, verdächtige archäologische Funde melden und mögliche Kampfmittel niemals bewegen.
Amtliche Gesetze, Behörden & Karten
Hier sind die wichtigsten Originalquellen direkt verlinkt. So lässt sich jede zentrale Aussage dieser FAQ selbst im Gesetz beziehungsweise bei der zuständigen Behörde überprüfen.
Erst prüfen. Dann suchen. Funde dokumentieren. Natur und Geschichte respektieren.
