ChatGPT löscht Festplatte‘ – warum das kein KI-Fehler ist, sondern ein Architekturproblem

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Wenn die KI die Festplatte löscht – und warum das kein KI-Problem ist

Ein aktueller Vorfall macht gerade in der Tech-Szene die Runde: Ein KI-gestützter CLI-Assistent erzeugt einen Shell-Befehl – der Nutzer führt ihn aus – das komplette Laufwerk ist gelöscht.

Was für viele wie ein „KI-GAU“ klingt, ist in Wahrheit ein klassischer Architekturfehler. Und genau hier beginnt der Unterschied zwischen „KI benutzen“ und „KI produktiv betreiben“.


Der aktuelle Fall (2026)

Ausgangspunkt ist dieser Bericht:
ChatGPT-5.3 Codex löscht ganze Festplatte

Technisch passiert nichts „Magisches“: Ein falsch interpretierter Pfad + rekursiver Löschbefehl + direkte Ausführung im Produktivsystem.

Das Ergebnis ist vorhersehbar.


Déjà-vu: Das ist kein Einzelfall

Bereits 2024 gab es im GitHub-Umfeld einen identischen Vorfall:
Originalbericht GitHub Community

Analyse und Einordnung:

Die Diskussion auf Entwickler-Ebene:
Hacker News – technische Ursachenanalyse

Das Muster ist immer gleich: Nicht das Modell ist das Problem – sondern die fehlende Betriebsarchitektur.


Was technisch wirklich passiert

Ein rekursiver Löschbefehl löscht rekursiv. Nicht mehr. Nicht weniger.

Nachzulesen in der offiziellen Dokumentation:

Die Systeme funktionieren korrekt. Was fehlt, ist der Prozess.


Das eigentliche Problem: fehlende Governance

Unvalidierter KI-Output darf niemals direkten Zugriff auf produktive Systeme haben.

Trotzdem passiert genau das gerade in Unternehmen.


Und jetzt zur Realität in KMU und Kanzleien

  • eine KI
  • direkter Zugriff auf Daten
  • keine Rollen
  • keine Freigabeprozesse

Das ist kein Effizienzgewinn. Das ist ein Betriebsrisiko.


Wie ich KI produktiv und sicher implementiere

Die Einführung erfolgt über

initIQ – KI strukturiert einführen

  • keine direkte Ausführung von destruktiven Befehlen
  • Rollentrennung zwischen Analyse, Validierung und Ausführung
  • Human-in-the-loop bei produktiven Systemen
  • getrennte Daten- und Ausführungsumgebungen

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt z. B.:
PraeLex.ai – Mensch vorne, KI dahinter


Fazit

Unternehmen brauchen keine weitere KI.
Sie brauchen eine Architektur dafür.

odpc.de – Oliver Dering Professional Consulting

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